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über mich

Gerti Brabetz
Foto Laackman    

Mein Geburtsort ist Krumau (Cesky Krumlov), ein malerischer Ort an der Moldau, am Rand des Böhmerwalds im Süden des heutigen Tschechien, Weltkulturerbe seit 1992. Dort und in den umliegenden Dörfern haben meine Vorfahren seit Mitte des 18. Jahrhunderts nachweislich gelebt. Im Mai 1946 wurde durch die Vertreibung der Sudetendeutschen unser großer Familien-Clan, bestehend aus Österreichern, Tschechen und Deutschen, auseinander gerissen und über die ganze Bundesrepublik verstreut. Meine Eltern und uns drei Kinder verschlug es nach Hessen, zunächst nach Wolfhagen, später nach Kassel. Dort habe ich am Gymnasium Engelsburg das Abitur gemacht. Seit 1963 lebe ich in der schönen Stadt Marburg an der Lahn mit ihrer alten Universität, an der ich viele Jahre gearbeitet habe.

Schon in der Schulzeit habe ich mir Geschichten ausgedacht und aufgeschrieben. Heute faszinieren mich Frauen in einer Grenzsituation, in denen die Sehnsucht nach einem Neubeginn brennt, wenn alles misslungen zu sein scheint, denen aber die Courage für den entscheidenden Schritt fehlt. Auch jene Frauen reizen mich, die den Kopf in den Sand stecken, vor sich selber fliehen, statt sich den Fehlern der Vergangenheit zu stellen, und so lange verdrängen, bis ihr Wolkenkuckucksheim zusammenbricht. Diesem Thema habe ich meine beiden Romane Das graue Haus auf Korsika und Es scheinen die alten Weiden so grau gewidmet.

Ein anderes Thema meiner schriftstellerischen Tätigkeit ist das Schicksal der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg, das mir sehr am Herzen liegt. Ich habe aber, obwohl der "Erlebnisgeneration" angehörend, keine Tatsachenberichte erstellt, sondern die Ereignisse um Vertreibung und Integration in meinen Romanen Das falsche Bild und Almas Hut sowie mehreren Erzählungen literarisch aufgearbeitet. Ich würde gern erreichen, dass der Vertreibung der Sudetendeutschen ebenso viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit geschenkt wird wie den Flüchtlingen und Vertriebenen aus dem Osten.

     
Stand: 21.10.2015